Lebenserwartung: Die größten Lebenszeitkiller

Lebenserwartung: Die größten Lebenszeitkiller

Lebenserwartung in Deutschland:

Wer Pizza, Pommes und Burger isst, stirbt früher

Eine neuere Studie aus Frankreich wird wahrscheinlich vielen ordentlich den Appetit versauen.
Sie zeigt, dass der regelmäßige Verzehr von „verarbeiteten Lebensmitteln“ dein Leben verkürzen kann.
Und stark “verarbeitete Lebensmittel” sind eben leider all die Dinge, die wir so lieben.
Es handelt sich dabei um Fertiggerichte, Schokolade, Chips, Süßspeisen, Würste und Burger, gepökeltes, geräuchertes und anderweitig behandeltes Fleisch, eingekochtes Gemüse, Milch- und Fruchtgetränke oder sogar Baby-Konserven, alles haltbar und schmackhaft gemacht.

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Interessant in diesem Zusammenhang, wie sich die Verteilung der Lebenserwartung sogar in den einzelnen Bundesländern unterscheidet.

Wir wissen aus der Forschung, dass eine Ernährung auf der Basis von „verarbeiteten Lebensmitteln“ deine Chancen, an chronischen Beschwerden zu erkranken, deutlich erhöht. Zu den häufigen chronischen Krankheiten, die mit der Ernährung zusammenhängen, gehören Diabetes,

  • Fettleibigkeit,
  • Herzkrankheiten,
  • Autoimmunerkrankungen,
  • Bluthochdruck,
  • Demenz und Alzheimer.

Die Studie wurde in Frankreich durchgeführt und in der Zeitschrift JAMA Internal Medicine veröffentlicht. Es wurden fast 45.000 Erwachsene untersucht, die meisten von ihnen Ende 50, als die Studie begann.
Die Forscher verfolgten die Entwicklung der Gesundheit und die Ernährung der Studienteilnehmer über einen Zeitraum von acht Jahren.

Im Durchschnitt bezogen die Probanden etwa ein Drittel ihrer Kalorien aus „verarbeiteten Lebensmitteln“. Zu den verarbeiteten Lebensmitteln, die die Forscher untersuchten, gehörten die folgenden:

  • Instant-Nudeln
  • Instant-Suppen
  • Frühstücks-Cerealien
  • Energieriegel und Getränke
  • Chicken Nuggets
  • Fertiggerichte und Snacks
  • Verpackte Snacks

Also alles Lebensmittel, die durch industrielle Verarbeitung hergestellt werden

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Im Verlauf der Studie starben mehr als 600 Personen, vor allem an Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bei der Betrachtung der Todesfälle verglichen die Forscher den allgemeinen Gesundheitszustand, den sozioökonomischen Status und die Beeinflussung des Verhaltens sowie die Einhaltung einer gesunden Ernährung miteinander.

Doch selbst nach all dem stellten sie fest, dass jeder 10-prozentige Anstieg des Konsums von verarbeiteten Lebensmitteln mit einer um 14 Prozent höheren Chance auf einen frühen Tod verbunden war.

 

Warum der Verzehr von vielen verarbeiteten Lebensmitteln zu chronischen Krankheiten und einem früheren Tod führt

Bei der Betrachtung des Zusammenhangs von verarbeiteten Lebensmitteln mit dem Risiko eines früheren Todes sehen die Autoren folgende Möglichkeiten:

Bei der Hochtemperaturverarbeitung können sich Schadstoffe bilden. Die Hochtemperaturverarbeitung von Lebensmitteln kann die Proteinstrukturen so verändern, dass der Körper sie als entzündlich empfindet. Aus der Medizin wissen wir, dass hohe Temperaturen auch die in der Lebensmittelverarbeitung verwendeten Industrieöle für das Gehirn und den Körper giftig machen.

Zusatzstoffe können krebserregend sein. Lebensmittelzusatzstoffe sind synthetische Chemikalien, die dem menschlichen Körper fremd sind. Chemische Lebensmittelzusatzstoffe binden sich mit Lebensmittelproteinen und bilden neue Moleküle, die das Immunsystem als Eindringling erkennt. Viele synthetische Chemikalien sind für den Körper auch einfach nur schwer zu verstoffwechseln und zu entsorgen, wodurch Entzündungen und toxische Belastung erhöht werden.
Viele Zusatzstoffe wurden auch mit hirnbedingten Symptomen und Störungen in Verbindung gebracht.
Einfach ausgedrückt:

In unserer Nahrung ist kein Platz für synthetische Chemikalien, die kaum sicherheitsüberprüft sind.

Die Verpackung von zubereiteten Lebensmitteln kann ebenfalls zu einer Lebensmittelverunreinigung führen. Der industrielle Verpackungsprozesses kann schädliche Giftstoffe in das Lebensmittel selbst einbringen und damit die Lebenserwartung in Deutschland drastisch verkürzen.

Was wir über verarbeitete Lebensmittel wissen

Aus der Medizin sind uns Gründe bekannt, warum verarbeitete Lebensmittel chronische Krankheiten verursachen und das Risiko eines frühen Todes erhöhen.

Schlecht fürs Gehirn: Industrielle Öle

Das Gehirn besteht hauptsächlich aus Fetten. Die Fette, die man isst, bestimmen die Gesundheit des Gehirns. Die bei der Lebensmittelverarbeitung verwendeten Öle sind industrielle Samenöle, die aufgrund ihrer sehr instabilen Molekularstruktur im Allgemeinen ranzig sind. Diese Öle tragen zu einer schlechten Neuronenstruktur und -integrität bei und führen somit zu einer Beeinträchtigung der allgemeinen Gehirngesundheit. Außerdem sind sie im Grossen und Ganzen entzündlich. Darüber hinaus sind verarbeitete Lebensmittel, die hydrierte Fette enthalten, besonders problematisch für das Gehirn und den Körper. Sie werden mit kognitivem Verfall, Herzerkrankungen und Entzündungen in Verbindung gebracht.

 

Gute und schlechte Fettsäuren

Die in verarbeiteten Lebensmitteln verwendeten Öle haben einen sehr hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren. Die menschliche Gesundheit erfordert ein Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren (z.B. aus Nüssen und Kaltwasserfischen) von mindestens 4:1, wobei 1:1 noch besser ist. Leider essen die meisten Europäer dank der verarbeiteten Lebensmittel ein Verhältnis von 25:1. Mit anderen Worten, sie verzehren viel zu viel Omega 6. Dies versetzt den Körper in einen entzündlichen Zustand, der Übergewicht und chronische Krankheiten fördert.

 

Zu viele verarbeitete Kohlenhydrate

Einer der größten Verursacher von chronischen Krankheiten und Demenz ist der instabile Blutzucker.
Er entsteht durch eine zu hohe Aufnahme von verarbeiteten Kohlenhydraten in die Nahrung.
Verarbeitete Lebensmittel sind überwiegend auf Getreidebasis und/oder zuckerhaltig und haben einen sehr hohen Gehalt an Kohlenhydraten. Dies führt dazu, dass der Blutzucker bei jedem Verzehr in eine Spirale gerät, die Entzündungen und den Prozess der chronischen Krankheit fördert.

 

Besser als Alleskleber, schlecht für die Gesundheit: das Klebereiweiß Gluten

Die meisten verpackten und verarbeiteten Lebensmittel sind auf Weizenbasis und daher mit Gluten belastet. Viele Menschen haben eine nicht diagnostizierte Glutenempfindlichkeit oder eine Zöliakie, die ihren Körper in einem konstanten Entzündungszustand hält und damit chronische Krankheiten fördert. Gluten wird bisher mit 55 Krankheiten in Verbindung gebracht, die meisten davon sind Autoimmunerkrankungen.

Video Lebenserwartung: Werden wir immer älter? (Länge: 2.41 Min)

 

Fazit:

Eine Vollwerternährung mit Grundnahrungsmitteln ist eine der besten Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um deine Lebenserwartung zu verbessern.
Je mehr verarbeitete Lebensmittel du konsumierst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten Jahren zu sterben.
Jede Zunahme des Anteils hoch verarbeiteter Lebensmittel in der Ernährung um 10 Prozent steigert das Sterberisiko um 14 Prozent, heißt es in dem im ‘JAMA Internal Medicine’ erschienenen Studienbericht.

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